Rezension Finster
Rezension Finster

Titel: Finster
Autor: Ivar Leon Menger
Verlag: dtv VerlagErscheinungstag: 15.08.2024
Seitenzahl: 384 SeitenStand Alone Inhalt:
Meinung:
Wie jedes Jahr warte ich ganz gespannt auf den neuen Thriller von
Ivar Leon Menger. Seit "Monster 1983" hat er mich in seinen
Bann gezogen und nun ein paar Tage vor Veröffentlichung bereits in
den Genuss zu kommen ist grandios. Vielen Dank an Vorablesen und dem dtv-Verlag für diese Chance!
Wie immer, in seinen
Werken, bereitet der Prolog so viel Spannung und Feeling vor, das man
nicht umhin kann weiter zu lesen. Wir sind auf dem Jahrmarkt in Katzenbrunn und folgen einem Jungen zu den Ständen, in seine Gedanken und vor allem seinem Entführer!
Und weiter gehts in der Gegenwart, nach wie vor in dem kleinen Dorf Katzenbrunn, wo einem einfach jeder suspekt
vorkommt. Auch hier hatte ich leichte Stephen King Vibes, denn
der Aufbau erinnert mich stark an das Buch "In einer kleinen Stadt". Auch
da hat jeder so seine Geheimnisse und verbirgt sie sehr gut vor der
neugierigen Nachbarschaft. Die bedrückende Stimmung wird noch
verstärkt, da durch den Greifer keinerlei Kinderlachen die Straßen
erhellen. Man findet weder viel Tourismus noch gängige Attraktionen, die das Landleben interessant gestalten. Trotzdem zieht es den pensionierten Ermittler Stahl nach all den Jahren immer wieder hier her. Er kann einfach nicht mit dem Fall abschließen und solange der Täter nicht gefasst ist, kann Stahl sein Versprechen den Eltern gegenüber nicht halten und muss heimlich ermitteln.
Die Perspektiven wechseln zwischen ausgewählten
Dorfbewohnern und ehemaligen Kriminalkommissar, der trotz seiner guten Spürnase, doch immer zur falschen Zeit an einer anderen Stelle ist. Ich finde das einem hier jeder suspekt vorkommt, sind die
Einwohner ausreichend gut gezeichnet, um sie zu unterscheiden. Klar das Dorf wird fast komplett vorgestellt, aber man verliert nicht den Überblick. Was am
Anfang erstmal viel Input ist, wird bald durch ausgewählte Aktionen
zu einem komplexen Bild und dadurch spekuliert man sich ins Nirgendwo.
Der Schreibstil ist wie immer flüssig und durch die kurzen Kapitel und Cliffhanger ein wahrer Pageturner. Ein paar kleine Grausamkeiten finden sich in dem Buch, aber nichts wirklich entscheidendes für eine Trigger-Warnung. Ab der Mitte wird ein großer Plotttwist offenbart und ich hätte nie damit gerechnet. Jetzt ist es natürlich schwer die Spannung zu halten, da man gefühlt alles weiß, aber Ivar schafft es hervorragend.
Das Ende ist für
mich einfach nur rund und pfiffig durchdacht und mein anfänglicher
Täter nimmt noch eine andere interessante Rolle ein. Also es wird
einem hier viel Spannung, Nervenkitzel, ganz tolle 80er Erinnerungen
und noch mehr verzwickte Finessen geboten und ich kann das Buch nur
Jedem empfehlen, der ein Faible für diese Art pflegt.
Meinung:
Wie jedes Jahr warte ich ganz gespannt auf den neuen Thriller von
Ivar Leon Menger. Seit "Monster 1983" hat er mich in seinen
Bann gezogen und nun ein paar Tage vor Veröffentlichung bereits in
den Genuss zu kommen ist grandios. Vielen Dank an Vorablesen und dem dtv-Verlag für diese Chance!
Wie immer, in seinen
Werken, bereitet der Prolog so viel Spannung und Feeling vor, das man
nicht umhin kann weiter zu lesen. Wir sind auf dem Jahrmarkt in Katzenbrunn und folgen einem Jungen zu den Ständen, in seine Gedanken und vor allem seinem Entführer!
Und weiter gehts in der Gegenwart, nach wie vor in dem kleinen Dorf Katzenbrunn, wo einem einfach jeder suspekt
vorkommt. Auch hier hatte ich leichte Stephen King Vibes, denn
der Aufbau erinnert mich stark an das Buch "In einer kleinen Stadt". Auch
da hat jeder so seine Geheimnisse und verbirgt sie sehr gut vor der
neugierigen Nachbarschaft. Die bedrückende Stimmung wird noch
verstärkt, da durch den Greifer keinerlei Kinderlachen die Straßen
erhellen. Man findet weder viel Tourismus noch gängige Attraktionen, die das Landleben interessant gestalten. Trotzdem zieht es den pensionierten Ermittler Stahl nach all den Jahren immer wieder hier her. Er kann einfach nicht mit dem Fall abschließen und solange der Täter nicht gefasst ist, kann Stahl sein Versprechen den Eltern gegenüber nicht halten und muss heimlich ermitteln.
Die Perspektiven wechseln zwischen ausgewählten
Dorfbewohnern und ehemaligen Kriminalkommissar, der trotz seiner guten Spürnase, doch immer zur falschen Zeit an einer anderen Stelle ist. Ich finde das einem hier jeder suspekt vorkommt, sind die
Einwohner ausreichend gut gezeichnet, um sie zu unterscheiden. Klar das Dorf wird fast komplett vorgestellt, aber man verliert nicht den Überblick. Was am
Anfang erstmal viel Input ist, wird bald durch ausgewählte Aktionen
zu einem komplexen Bild und dadurch spekuliert man sich ins Nirgendwo.
Der Schreibstil ist wie immer flüssig und durch die kurzen Kapitel und Cliffhanger ein wahrer Pageturner. Ein paar kleine Grausamkeiten finden sich in dem Buch, aber nichts wirklich entscheidendes für eine Trigger-Warnung. Ab der Mitte wird ein großer Plotttwist offenbart und ich hätte nie damit gerechnet. Jetzt ist es natürlich schwer die Spannung zu halten, da man gefühlt alles weiß, aber Ivar schafft es hervorragend.
Das Ende ist für mich einfach nur rund und pfiffig durchdacht und mein anfänglicher Täter nimmt noch eine andere interessante Rolle ein. Also es wird einem hier viel Spannung, Nervenkitzel, ganz tolle 80er Erinnerungen und noch mehr verzwickte Finessen geboten und ich kann das Buch nur Jedem empfehlen, der ein Faible für diese Art pflegt.

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