Rezension Rosenkriege - Tudor Reihe - Philippa Gregory -

 

Rezension Rosenkriege - Tudor Reihe

- Philippa Gregory -

Willkommen in der Sammelrezension zu der Rosenkriege-Tudor Reihe von Phillipa Gregory!
Hier werde ich eine detailgetreue Rezi schreiben, die den kompletten Inhalt und damit Spoiler enthalten. Schon alleine für mich und mein schlechtes Gedächtnis, aber vor allem, weil die Bände auch einzeln gelesen werden können, da immer nur eine Person im Fokus steht und die Zeiten/handelnden Personen sich überschneiden. Wobei man erwähnen muss, dass die Inhaltsangaben auch schon über die Hälfte verrät. 😉
Ich habe 2025 vor, die komplette Rosenkriege - Tudor Reihe zu lesen und das wird von mir gemischt. Heißt, dass ich alle Bände in der zeitlichen Reihenfolge lesen werde. Da kann es auch mal vorkommen, dass nicht der Band als nächstes gelesen wird, der von Amazon und Co. als 2. Band betitelt wird, sondern wie es die zeitliche Reihenfolge hergibt:
 
  1. Die Mutter der Königin   1430-1464
  2. Der Thron der roten Königin  1453-1485
  3. Königin der weißen Rose   1464-1485
  4. Dornenschwestern   1465-1485
  5. Das Erbe der weißen Rose   1485-1499
  6. Die ewige Prizessin   1491-1529 
  7. Der Königsfluch   1499-1541
  8. Wolfsschwestern   1501-1533
  9. Die Schwester der Königin   1521-1536
  10. Der letzte Verrat der Boleyns 1534-? (Neu) 
  11. Das Erbe der Königin   1539-1542
  12. Die letzte Gemahlin des Königs   1543-1547
  13. Die Hofnärrin   1548-1558
  14. Um Reich und Krone   1550-1573
  15. Der Geliebte der Königin   1558-1560
 
Ich freue mich ungemein, dass ich auf Jenny´s Discord Server ein paar Mitstreiter gefunden habe, die sich dieser Jahresaufgabe mit mir stellen. Und damit sage ich: Auf gehts!!! 😊
 
 

Die Mutter der Königin

Herrin der Flüsse, Seherin des Schicksals, Mutter der weißen Königin!
 
 


Titel: Die Mutter der Königin
Autor: Philippa Gregory
Verlag: Rowolt Verlag
Übersetzung: Astrid Becker, Elvira Willems
Erscheinungstag: 01.11.2012
Seitenzahl: 672 Seiten
Format: Taschenbuch
Rosenkriege-Tudor Reihe: Band 1
 

Inhalt:

Sie sei so rein, dass sie ein Einhorn fangen könne, sagt man über Jacquetta von Luxemburg. Ihrer Vermählung mit dem mächtigen Duke of Bedford, dem engsten Berater König Henrys VI., sieht die junge Frau mit Furcht entgegen. Denn ihr Herz gehört Bedfords Junker Richard Woodville. Als der ungeliebte Gemahl unerwartet stirbt, schließen die beiden heimlich den Bund der Ehe – eine beispiellose Überschreitung der Standesgrenzen.
Dann nimmt der König die junge Marguerite d’Anjou zur Frau, und Jacquetta steigt zur engsten Vertrauten der neuen Königin auf. Intrigen und Missgunst beherrschen bald das Leben bei Hofe. Doch mit unerschütterlicher Loyalität kämpft Jacquetta für das Herrscherpaar – und für ihre Tochter Elizabeth, die sie für etwas Höheres geboren sieht: die Krone des englischen Königreichs und die weiße Rose von York.

Meinung:

Inhaltliche Zusammenfassung:

Gleich zu Beginn starten wir mit einer berüchtigten Gestalt aus dem 100-jährigen Krieg. Jeanne D`Arc war bekannt die französischen Armeen gegen die Engländer in die Schlacht zu führen, weil Gott es ihr gesagt hat. Ich mochte wie Philippa Gregory ihr Wesen und ihren Glauben, so wie die Zielstrebigkeit dargestellt hat. Sie lädt uns in eine Zeit, wo Männer alle Macht haben und man als Frau, die sich nicht beugt verbrannt wird. Das war schon sehr detailliert und für mich emotional geschrieben und damit war ich in dem Buch gefangen. Hauptdarstellerin und Erzählerin ist allerdings Jacquetta, die Tochter von Pierre von Luxemburg. Aus ihrer Perspektive erleben wir alles und sie ist zarte 15 als sie Jeanne D´Arc kurz begegnet. Gleich darauf lesen wir von der Hochzeit von ihr und dem Duke of Bedfort, der mit seinen eigenwilligen Ansichten des Übernatürlichen ganz Frankreich für seinen König von England erobern möchte. Jacquetta hätte es beträchtlich schlimmer treffen können zu dieser Zeit, aber wir werden sehen, was die Ansprüche ihres Gemahls aus ihr machen.
Aber viel Zeit hat der Duke dafür nicht, da er eines Nachts friedlich einschläft. Das gibt Jacquetta die Chance ihre wahre Liebe zu heiraten, die weit unter ihrem Stand ist. Richard Woodville steht aber ganz treu zu ihr und es war eine Freude zu lesen, wie die beiden ihre Liebe zelebrieren und dem Gegenwind der Obrigkeit trotzen. Hoch verschuldet, aber glücklich kehren Sie in Richards Heimat Grafton und Jacquetta gebärt 14 Kinder! 😯
Als dann ihre Cousine Marguerite d’Anjou den König Henrys VI. heiratet, steigt Jacquetta zu ihrer engsten Vertrauten auf. Beschämend war für mich an dieser Stelle, wie das viel zu junge Königspaar mit dem nicht vorhandenem Geld rumwirft und leider nicht die trifft, die es verdienen. Durch den Tod von William de la Pole durch die Hand der Yorks sind dann die Gemüter so erhitzt, dass der König Richard in die Schlacht ruft und Jacquetta an die Seite seiner Königin. Die Fehde der Yorks und der Lancasters geht hin und her und dabei verliert England nicht nur Frankreich, sondern auch ganz viel Würde und Vertrauen. Gerade als die Königin schwanger wird und Beaufort sich zu offensichtlich der Königin nähert, brechen neue Revolte und Regierungswechsel an. Hilfreich ist auch nicht, dass der König ein Jahr in einen tiefen Schlaf fällt. Jacquetta ist als engste Vertraute der Königin überall dabei und versucht sehr geschickt die Wogen zu glätten, aber als ihr Mann in Calais in Haft genommen wird, kommt sie an ihre Grenzen. Und nicht nur da. Das wankelmütige Königspaar ist in meinen Augen völlig durchgedreht und das hier nach wie vor noch die Treue gehalten wird, ist bemerkenswert. Jacquetta wird von den Königin in alle Brennherde des Krieges gestoßen und kämpft sich wacker durch um schlussendlich mit ihrem Mann und ihren 14 Kindern ein glückliches, friedliches Ende zu finden.
 
Zusammenfassung Meinung: 
Ich mochte wieder einmal diese Fülle an Informationen, die Philippa Gregory hier verarbeitet. Dabei wird der Inhalt in keinster Weise zu schnulzig, aber Emotionen spielen mit. Das Volk wird, wie in allen ihren Romanen, nur dann bedacht, wenn sich jemand explizit dafür interessiert, aber nur bei einer Person zu bleiben finde ich an der Stelle für mich besser. Man hätte sonst noch mehr Namen, Informationen und Familienstände, die man sich merken muss. Also wieder sehr fesselnd geschrieben und ein Wohlfühlbuch bis zur letzten Seite. Auch hat mich das Buch wieder sehr zum Blättern zwischen Karten, Stammbaum und Google angeregt und das finde ich immer gut, wenn ich trotz der vielen Informationen noch mehr wissen möchte. Auch Jacquetta ist einfach ein herrlicher Sympathieträger und mir hat es Spaß gemacht ihr bei allen Erblebnissen zur Seite zun stehen.
 




Der Thron der roten Königin

Blutrot blüht die Rose von Lancaster! 




Titel: Der Thron der roten Königin
Autor: Philippa Gregory
Verlag: Rowolt Verlag
Übersetzung: Astrid Becker, Elvira Willems
Erscheinungstag: 01.11.2011
Seitenzahl: 480 Seiten
Format: Taschenbuch
Rosenkriege-Tudor Reihe: Band 2
 

Inhalt:

Mit kaum zwölf Jahren wird Margaret Beaufort aus dem Hause Lancaster 1455 mit Edmund Tudor verheiratet. Die Familie wartet ungeduldig auf einen Thronfolger. Tatsächlich bekommt Margaret, selbst noch ein Kind, einen Sohn: Henry.
Als mit dem Rosenkrieg ein tödlicher Kampf um die Krone entbrennt, gilt Margarets ganzes Streben einem einzigen Ziel: Ihr Sohn soll König von England werden. Denn in einem ist Margaret sich sicher: Gott steht auf ihrer Seite.

Meinung:

Inhaltliche Zusammenfassung:

Diesmal ist der Einstieg in das Buch etwas seichter. Margaret, selbst noch ein Kind Beauforts von dem Earl of Somerset, träumt von der berühmten Jeanne D´Arc und erlebt in ihrer Haut die Qualen der Verbrennung mit. Ihr Glaube an Gott wird hier sofort ganz deutlich unterstrichen und wir merken auch wie jung und naiv sie noch ist. Als sie dann recht schnell in die Familie Tudor und damit in die Königsfamilie einheiraten soll, ist klar, mit ihrer Entjungferung ist auch den Visionen ein Ende gegeben. Edmund Tudor ist ein ignoranter und brutaler Mann und nachdem er sie geschwängert hat zieht er mit seinem Bruder Jacob für die Königsfamilie in den Krieg und stirbt recht bald. Jacob kehrt zu Margaret zurück und schwört auf ihr ungeborenes Kind, den Nachkommen zu schützen und voran zu bringen in der englischen Thronfolge. Die drohende nächste Hochzeit macht Margaret recht schnell klar, wo ihr Stand in der Gesellschaft ist und wie verzichtbar sie für alle erscheint. Sie setzt sich das große Ziel als "Königinmutter" einen Namen zu tragen und aus der Bedeutungslosigkeit zu fliehen. Nur befinden wir uns mitten in den Rosenkriegen und ich konnte nur mit dem Kopf schütteln über Margarets Einstellung zum Krieg mit ihrer sturen, naiven und unbesonnenen Art. Zum Glück hat sie Henry Staffort geheiratet, der genau das Gegenteil ausstrahlt und viel besorgter und weitsichtiger das Geschehen betrachten und damit sein Land und die Familie beschützt. Als alle Schlachten verloren scheinen muss Jacob fliehen und Margaret darf ihren Sohn Henry wieder in ihre Obhut nehmen. 4 Jahre gute Erziehung haben die beiden sehr befremdet und ihr fehlt selbstverständlich jegliche Geduld für den kleinen Mann. Als der yorkische Prinz Edward den Thron übernimmt herrscht 10 Jahre lang Frieden in England. Zu Margarets Ärgernis muss sie ihren Sohn Henry in die Obhut von dem Lord Herbert und damit in die Erziehung eines treuen Anhängers der Yorks. Nach den Jahren kehren der König und seine Armee zurück nach England und die Kriege beginnen erneut. Recht schnell wird der alte König zurück in seinen Stuhl gesetzt und regiert erneut mit Tyrannei bis Edward zurückschlägt und sich alles zurückholt. In der Schlacht wird Lord Henry Staffort verwundert und stirbt daraufhin. Jacob muss erneut fliehen, nimmt aber diesmal sein Mündel Henry mit und Margaret steht völlig alleine da. Die nächste Ehe wird eine rein zum Zweck und Erfolg Margarets. Mit Lord Stanley hat sie genau den Richtigen gefunden für ihr falsches und intrigantes Spiel und gemeinsam schmieden sie einen Plan zur Krönung Henry Tudors.

 
Zusammenfassung Meinung:
  Ich bin durch die Seiten geflogen. Diesmal weniger wegen des Verlaufs, sondern weil mich Margaret Beaufort dermaßen aufgeregt hat. Alle negativen Eigenschaften, die mir an einer Person einfallen, hat sie mit Leib und Seele verkörpert und schlussendlich auch noch Erfolg mit allem. Wirklich harte Jahre hatte sie dabei nicht zu überstehen und das war für mich der Inbegriff von Ungerechtigkeit. Auch hat sie sich etwas wiederholt in ihren Bestrebungen und dieser Gotteswahn, das war etwas anstrengend. Aber wir haben auch wieder über die Familie Rivers gelesen und ich freute mich über Jacquettas Erwähnung, ebenso über die Schlachten, die wir aus einer sehr anderen Wahrnehmung noch einmal verfolgen durften. Jetzt kenne ich die Richtung der Bände und freue mich umso mehr auf die anderen Perspektiven rund um die Yorks und Lancasters. Bis zum letzten Satz hat Philippa Gregory es geschafft mich an das Buch zu fesseln, aber auch diese Frau zu verabscheuen.




Die Königin der weißen Rose



Titel: Königin der weißen Rose
Autor: Philippa Gregory
Verlag: Rowolt Verlag
Übersetzung: Astrid Becker, Elvira Willems
Erscheinungstag: 03.01.2011
Seitenzahl: 560 Seiten
Format: Taschenbuch
Rosenkriege-Tudor Reihe: Band 3

Inhalt:

England, 1464: Die Adelshäuser York und Lancaster kämpfen erbittert um den Thron. Als König Edward, der Erbe der Weißen Rose, der schönen jungen Witwe Elizabeth Woodville begegnet, ist es um beide geschehen. Doch Elizabeth weigert sich, Edwards Mätresse zu werden. Da heiratet der König sie entgegen allen Standesschranken – ein ungeheurer Skandal!
Und keine Frau im Königreich hatte je so viele Feinde. Neid, Missgunst und Intrigen bringen Elizabeth und ihre Familie in größte Gefahr. Ihre Widersacher nennen sie eine Hure. Sie nennen sie eine Hexe. Doch Elizabeth weiß: Sie ist die Königin.

Meinung:

Inhaltliche Zusammenfassung:

Nach einer etwas längeren Pause geht es auch hier weiter auf Jennys Discord Kanal. Auf diesen Band habe ich mich schon eine Weile gefreut, weil wir hier mal die andere Seite der Rosenkriege kennenlernen dürfen. Elizabeth kennen wir schon aus dem ersten Teil, weil sie die Erstgeborene von Jacquetta Rivers ist und uns damit schon wohl bekannt.
 
Wir starten auch gleich mit einer tollen Kennenlern-Geschichte des amtierenden Königs Edward und der Witwe Elizabeth, die ihren ersten Mann in der Schlacht um den Thron verloren hat. Sie will einfach wieder eine Basis zum Überleben haben und nicht mehr im Elternhaus mit ihren beiden Söhnen versauern. Als der König durch ihre Stadt zieht, erschleicht sich Elizabeth eine Audienz und damit ist es um beide geschehen und wir werden damit mitten in die Rosenkriege gestoßen. Jacquetta ist immer noch die Ruhe selbst und gibt sich selbstbewusst und optimistisch, was die Ehe der beiden angeht, aber schon in den engen Kreisen der Familie haben wir erste Zweifler, ob das auch alles Bestand und Recht hat. Nachdem sich der König offiziell zu Elizabeth bekennt, bricht er nicht nur seiner Mutter das Herz, sondern auch treuen Gefährten und Beratern und damit werden neue Konflikte und Allianzen gegen das glückliche Paar geplant. Schlacht um Schlacht merkt man hier nicht nur den Ehrgeiz Edwards, sondern auch die starke Liebe der beiden und wie harmonisch und fest die Bindung ist. Elizabeth schenkt Edward 5 Töchter und 3 Söhne und dafür fördert er nicht nur Ihre Familie in den höheren Stand, sondern hat auch vor jeder Schlacht ein klares Ziel, nämlich zu seiner Frau und den Kindern zurück zu kehren. Elizabeth muss viele Tage im geschützten Tower auf ihren Mann warten und flieht schlussendlich sogar ins Kloster, als alle Hoffnung auf Sieg sehr klein werden. Als der Streit zwischen den Brüdern auch ohne Lord Warwick zu eskalieren droht, wird erneut zu den Waffen gegriffen. 10 Jahre Frieden im Land unter Edwards Herrschaft und trotzdem ist keine Ruhe im Königshaus. Die Familie York bekämpft sich ständig untereinander bis keiner mehr übrig bleibt. Georg wird gerichtet, Edward stirbt an einem Fieber und Richard nutzt die Chance zur Machtübernahme. Elizabeth flieht ins Asyl und schmiedet Pläne, wie sie ihrem Sohn die Krone zurückgeben kann. Was dabei im Tower mit den beiden Prinzen passiert, bleibt dabei sagenumwoben. Henry Tudor verschafft ihrer Familie dann wieder eine Krone und die Rosenkriege enden.

Zusammenfassung Meinung:  

Ich bin wieder begeistert von dem Schreibstil und der anschaulichen Darstellung des Hoflebens. Elizabeth wird hier als bodenständige, aber volksnahe und freundliche Königin dargestellt und das passt finde ich sehr gut. Nicht nur, dass sie bildschön ist, sie scheut sich auch nicht vor Besuchen kleinster Städte und auch Edward möchte als gerechter König gelten. Leider ist die Missgunst in den eigenen Reihen größer und dieses getrennte Leben und die Ängste finde ich sehr anschaulich dargestellt. Jacquetta und ihr Mann habe ich in dem ersten Band nicht so streng und unnahbar kennengelernt, aber schließlich sind wir hier mitten in der Kindererziehung und im Haifischbecken des Hofstaates. Authentisch und mit Blick auf Zauberei und Vorausahnungen folge ich der Geschichte noch viel lieber, weil es den Handlungsverlauf noch mystischer und spannender macht. Leider muss ich sagen, dass es mich hier stört, eine Schlacht an die Nächste gereiht wird, obwohl es in den Vorgängerbänden die friedlichste Herrschaft unter König Edward war. Aber hier lesen wir nur von Strategien, Schlachten und erneute sehr viel Verrat auch in dem engsten Familienkreis. Schade, denn auf diesen Band habe ich mich mit am meisten gefreut wegen der Melusine Elizabeth. Ihre charakterliche Änderung in den Kapiteln kann ich nicht so recht nachvollziehen und leider ist auch dies wieder ein schwacher Band der Reihe für mich geworden.

 

Dornenschwestern

 
 
Titel: Dornenschwestern
Autor: Philippa Gregory
Verlag: Rowolt Verlag
Übersetzung: Elvira Willems
Erscheinungstag: 01.11.2013
Seitenzahl: 546 Seiten
Format: Taschenbuch
Rosenkriege-Tudor Reihe: Band 4

Inhalt:

Geliebte Schwester. Erbitterte Rivalin.
 Der mächtige Herzog Richard Neville, Vater der jungen Schwestern Anne und Isabel, schäumt vor Wut. Denn all seinen Einflüsterungen zum Trotz hat der liebesblinde König Edward IV. weit unter seinem Stand geheiratet – die schöne Elizabeth Woodville, eine skandalöse Verbindung. Dabei verdankt Edward den Thron ihm allein, ihm, dem «Königsmacher».
Heimlich vermählt Neville seine Töchter mit den nächsten Thronanwärtern, intrigiert, bläst zum Angriff auf das Königshaus – und scheitert. Wie Spielbälle katapultiert sein Machthunger die Schwestern als Thronanwärterinnen in die Höhe oder als Landesverräterinnen in den Abgrund. Mit aller Kraft versuchen Anne und Isabel, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen und den größten Wunsch ihres Vaters zu erfüllen: die englische Krone für einen König aus dem Hause Neville.

Meinung:

Inhaltliche Zusammenfassung:

Den Start fand ich wieder ganz stark. Wir werden direkt zu der Krönungsfeier von König Edward und Königin Elizabeth geführt und was für einen Eindruck diese Feierlichkeit auf Anne Neville macht. Wir lesen wie das Verhältnis zu ihrer Schwester Isabell und das schon in jungen Jahren die Konkurrenz zwischen den Beiden groß ist. Ihr Vater Earl of Warwick ist uns aus den vorherigen Bänden schon durchaus bekannt, nicht nur als der Königsmacher, sondern auch mit all seinen meist zwielichtigen Plänen. So auch hier. Durch Starrköpfigkeit und verletzter Stolz merken wir immer wieder, wie die doch anfänglich enge Freundschaft zwischen ihm und dem König Edward immer mehr bröckelt und gewisse Ratschläge auf taube Ohren stoßen. So also der Plan seine älteste Tochter Isabell mit dem Bruder Edwards Georg heimlich zu verheiraten und dann gegen den König in die Schlacht zu ziehen. Nach den vielen gescheiterten Versuchen versucht die Familie Neville nun mit Georg nach Frankreich zu fliehen. Die Überfahrt wurde schon in den anderen Teilen erwähnt und man wusste was passiert, aber Isabels Strapazen bei der Totgeburt waren schon sehr spannend verfasst. Hier zeigt sich auch, was Georg für ein Ehemann ist und was der Vater Earl of Warwick seiner Familie alles verspricht, damit sie ihm weiterhin folgen. Das wird dann durch die Botin der Königsmutter Cecil auf die Probe gestellt. Und natürlich lässt Warwick sein falsches Spiel an der Stelle nicht enden. Anne soll den Sohn von Margharite DÁnjou heiraten und damit den Prinz of Wales, der für die Lancasters wieder die Krone erobern soll. Jahrelange Feindschaft der Eltern hindern Richard also nicht daran nach Macht und der Krone zu greifen. Er hält sich selbstverständlich wieder die Hintertüren offen und seine beiden Mädchen sind nur Spielfiguren auf seinem Schachbrett. Und dann ist Warwick in der Nebelschlacht gefallen und beide Schwestern stehen auf unterschiedlichen Seiten. Georg ist zu seinem Bruder und der York Familie zurückgekehrt und hat seine Frau Isabell Neville mitgenommen. Anne hingegen bleibt an der Seite von ihrem Prinzen Edward, Lord of Wales und damit bei den Lancastern. Die Witwe von Earl of Warwick versteckt sich im Kloster und so treffen sich beide Seiten in der Schlacht um Barnet wieder auf dem Kriegsfeld. Da der Yorkische König Edward siegreich war, darf Anne als Prinzessinenwitwe zu ihrer Schwester Isabel ziehen. Es bahnt sich eine Liebelei zwischen Richard und Anne an und das zu lesen ist Balsam für die Geschichte. Wir folgen Anne in den nächsten Seiten mit Richard, ihrer Ehe, den Kinderwunsch und wie sie beide an die Krone kommen bis zu Annes Tod. 

Zusammenfassung Meinung:  

Ich bin begeistert von jeder Seite. Es liest sich einfach so flüssig und reibungslos runter. Anne wird hier sehr zänkisch und eitel dargestellt und die Streitereien mit ihrer Schwester vermitteln uns ein sehr gutes Bild, was die beiden für eine Erziehung genossen haben. In den anderen Bänden werden sie eher schwächlich, zurückgezogen und schüchtern dargestellt, umso mehr war die Überraschung groß, dass es beide faustdick hinter den Ohren haben. Das Heranwachsen und wie sie sich Entwickeln, hat mir wiederum sehr gut gefallen und war überaus spannend geschrieben. Beide sind nur Spielfiguren im ganzen Buch und in vielen Formen vom Schicksal gebeutelt. Ich mochte die emotionale Schreibweise und das ich Verständnis für jede dieser Situationen hatte. Auch die charakterliche Entwicklung ist gut herausgearbeitet und beide haben ihren zänkischen Willen verloren. Durch den Druck den die Eltern aufgebaut haben, sind beide zu einem gewissen Zeitpunkt gebrochen und das war schon sehr interessant zu verfolgen. Auch finde ich es spannend, dass es so viele verschiedene Versionen von ein und derselben Schlacht gibt, je nachdem welchem Lager man zugehört. Gerade über den Tod des Ein oder Anderen wird ja wild spekuliert. Ich mochte, wie sich hier Anne und Richard "Verkauft" haben und habe ihnen mehr Authentizität abgenommen wie manch anderen Mitwirkenden. Ich hatte oft Mitleid mit Anne und auch Richard, die sich ständig in der Zwickmühle zwischen Familie und Treue befanden. Die Königin Elizabeth ist hier nicht so richtig gut wegekommen und das zurecht. Schon im vorhergien Band war sie mir sehr unsympathisch und das wurde hier definitiv noch unterstrichen. Wieder ein großartiger Band und ich freue mich auf das weiterlesen.



 

 

 Das Erbe der weißen Rose

Weiße Rose, rote Rose – ein Kampf zwischen Liebe und Vernunft


 

Titel: Das Erbe der weißen Rose
Autor: Philippa Gregory
Verlag: Rowolt Verlag
Übersetzung: Elvira Willems
Erscheinungstag: 28.11.2014
Seitenzahl: 624 Seiten
Format: Taschenbuch
Rosenkriege-Tudor Reihe: Band 5
 

Inhalt:

Henry Tudor hat sich nach der siegreichen Schlacht von Bosworth 1485 zum König krönen lassen. Doch der neugewonnene Frieden ist fragil: Um die verfeindeten Häuser York und Lancaster miteinander zu vereinen, heiratet er Elizabeth von York. Die Loyalität der Königin wird auf eine harte Probe gestellt, als ein junger Mann auftaucht und Anspruch auf den Thron erhebt. Elizabeth muss sich entscheiden, wem ihre Treue gilt: ihrem Gemahl, den sie langsam zu lieben lernt, oder dem Mann, der behauptet, ihr Bruder zu sein.

Meinung:

Inhaltliche Zusammenfassung:

Wir beginnen im Exil bei Elizabeth und ihrer Königinmutter Elizabeth, die das Ende des Krieges und die Machtergreifung Henry Tudors miterleben. Obwohl die Heirat nicht gecancelt wurde, wagt Elizabeth nicht zu hoffen die neue Königin von England zu werden. Sie trauert um Ihren Onkel und Geliebten Richard, der von Henry Tudor gestürzt und getötet wurde. Henry Tudor war anfänglich nur auf seine Machtposition und deren Festigung fokussiert, aber als er endlich ein Auge für Elizabeth frei machte, nahm die Handlung etwas Schwung auf. Nach einer sehr schwierigen und brutalen Kennenlernphase von Henry und Elizabeth heiraten die beiden endlich. Nur wird sie erst gekrönt, wenn sie Henry einen Thronerben schenkt und als dann der kleine Arthur zur Welt kommt, scheint die Ehe positiv beseelt. Aber das enge und schon krankhafte Verhältnis von Henry zu seiner Mutter Margarete, sowie die Unruhen im Volk die Yorks wieder auf den Thron zu setzten, hindern erneut die Krönung Elizabeths. Innerhalb ihrer Familie kommen Missgunst und Komplotte zu Tage, die die junge Ehe mehrmals auf die Probe stellen und dabei ist das Fundament schon nicht wirklich stark. Zum Glück schenkt Elizabeth Henry nicht nur 2 Söhne, sondern auch 2 wunderhübsche Töchter und damit ist zumindest auf ihrer Seite ihr Soll erfüllt. Die ganze Zeit befinden sich die beiden im Mittelpunkt von Unruhen im Land, Missgunst innerhalb der Familie und vor alle ganz gewaltigen Vertrauensproblemen. Beide nähern sich auf ganz schüchterne Weise an einander an, aber das dauert und wird immer wieder durch Intrigen, Geheimnisse und Lügen ins Wanken gebracht. Als Elizabeth Mutter stirbt atmen man etwas auf, da die größte Unterstützerin der Unruhen scheinbar aus dem Weg ist, aber mit dem Thronerben Richard ist alles noch lange nicht ausgestanden. Jahrelang untergräbt er die Autorität des Königs um selbst seinen Thronanspruch geltend zu machen. Henrys Launenhaftigkeit und Zorn schlägt sich 1:1 auf Elizabeth über und die Ehe steht erneut auf sehr wackeligen Beinen. Ständige Unterstellungen, Geheimnisse und Verteufelung der yorkischen Familie zerstört auch den letzten Funken an Gefühlen bei Elizabeth und die beiden müssen von vorn beginnen. Es ist wirklich durchgängig ein Kampf um Liebe gegen die Vernunft und die Treue. Bis zum Schluss hin herrscht in der Ehe Misstrauen und Angst. Wie dann mit Edward de la Pole und dem vermeidlichen Richard von York umgegangen wurde, hat die letzten Seiten gefüllt und für viele emotionale Momente gesorgt.

Zusammenfassung Meinung: 

 Wir haben am Anfang viele Wiederholungen der vorherigen Bände und Einstellungen der Beteiligten, was gut ist, wenn man eine große Pause zwischen den Bänden hat. Da wir recht zügig weitergelesen haben, war es etwas ermüdend immer wieder das Gleiche zu lesen, aber das legte sich glücklicherweise mit den nächsten Abschnitten. Wie auch in den Vorgängern habe ich auch hier wieder diese kleinen verwöhnten Gören, die nie genug bekommen können und Cecily hat hier die Position mit ihrer Gehässigkeit und losen Zunge eingenommen. Auch Elizabeth hat für mich anfänglich nicht viele Sympathiepunkte zu erwarten, mausert sich aber als vernünftige und doch recht strapazierfähige Persönlichkeit. Damit hat das Buch große Pluspunkte bei mir gesammelt, da man den Eindruck bekommt, dass Philippa Gregory mehr ins emotionale Detail geht und gewisse Situationen mit einem richtig guten Feingefühl rüberbringt. Auch die Annäherungen von Elizabeth zu Henry passieren sehr langsam, aber dafür umso natürlicher und ich hatte Freude daran zu lesen, dass beide endlich mal zu dem Punkt des Glückes finden, wo sie hingehören. Nur leider ist bis zum Schluss hin ein großes Vertrauensproblem zwischen den beiden und Henry ist der unsicherste und verängstigte König, von dem ich je gelesen habe. Das war allerdings für mich das Beste an dem Buch. Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet und uns vermittelt, damit wir trotz der wenigen Informationen über diese Zeit ein rundes und ausformuliertes Bild bekommen.

 

 Die ewige Prinzessin

Ein Buch über die erste Frau von Henry the 8th... Katharina von Aragón!



Titel: Die ewige Prinzessin
Autor: Philippa Gregory
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Übersetzung: Barbara Fürst
Erscheinungstag: 28.10.2010
Seitenzahl: 624 Seiten
Format: Taschenbuch
Rosenkriege-Tudor Reihe: Band 6
 

Inhalt:

Katharina von Aragón ist erst 14 Jahre alt, als sie den Thronfolger Englands heiraten muss. Sie verlässt ihr Heimatland Spanien, und damit alles, was sie liebt. Am englischen Hof, wo spürbar schroffere Sitten herrschen, sehnt sie sich zurück nach Badekultur und exotischen Früchten, nach luftigen Gewändern und lauen Sommernächten. Katharina wird die erste Frau Heinrichs VIII. Als Erste lernt sie den tyrannischen Herrscher aus nächster Nähe kennen, als Erste leidet sie unter seinen unzähligen Liebschaften, und als Erste erfährt sie, was es bedeutet, ihm keinen Sohn schenken zu können – ein Schicksal, von dem nicht nur ihre Ehe, sondern die Zukunft eines ganzen Landes abhängt …

Meinung:

Inhaltliche Zusammenfassung:

 Wir starten im warmen Spanien mitten im Krieg. Katharina ist noch viel zu jung um alles zu verstehen, aber dafür lernen wir umso eindringlicher ihre Eltern und die Sitten ihrer Herrschaft kennen. Es dauert auch nicht lange bis Katharina nach England geschickt wird und mit einer komplett gegensätzlichen Erziehung und Sitten konfrontiert wird. Gerade als der König sie so unsittlich überrumpelt hat, finde ich, ist sie sehr souverän aus der Geschichte gekommen. Schnell wird Arthur geheiratet und die Ehe vollzogen, obwohl beide sehr schüchtern und Arthur sehr unbeholfen an die Sache herangeht. Erst wo beide einen sehr kränkenden Fehler begehen und sich endlich auf Augenhöhe begegnen, entwickelt sich was Handfestes. Die Liebe der beiden wächst sehr langsam, aber dafür für mich umso natürlicher. Durch den täglichen Austausch von Geschichten und Zärtlichkeiten folgen wir in andere Welten und lauschen gespannt den vielversprechenden Zukunftsvisionen. Dann stirbt Arthur an einem Fieber und Katharina wird erneut zu dem Handelsabkommen zweier Staaten, die an Stolz und Eigensinn nicht zu überbieten sind. Nachdem Henry 7. Anspruch auf die spanische Prinzessin erhebt und Katharina einen Antrag macht, schafft sie es geschickt sich aus dieser Sache hinaus zu winden. Damit verdient sie sich aber 7 Jahre in Armut, Ignoranz und am Rande ihres gesellschaftlichen Standes. Erst nachdem Tod des Königs willigt Prinz of Wales Henry the 8. einer Hochzeit zu und Katharina erlangt wieder ihre Rechte. Die letzten Seiten zeigen uns einen Ausblick auf die Ehe und wie sich beide damit arrangieren.

Zusammenfassung Meinung: 

Katharina schlägt sich wacker durch das Neue und macht deutlich ihren Standpunkt klar, dabei finde ich sie weder arrogant noch selbstgefällig dargestellt und auf mich macht sie einen taffen und selbstbewussten Eindruck, lässt sich aber auf die neuen Herausforderungen ein. Ich mochte den Start von dem Buch und das wir auch das spanische Hofleben kennenlernen durften und somit Katharina und ihre Eigenschaften, oder eher Erwartungen besser nachvollziehen können. Die anfänglichen Eheschwierigkeiten meistert sie ganz hervorragend und auch den folgenden Verlauf lässt uns eher Mitleid, als Missgunst mit ihr teilen. Sie hat ein paar harte Jahre hinter sich bis sie endlich Königin von England wurde und ich fand den emotionalen und authentischen Schreibstil ganz hervorragend. Philippa Gregory zeigt hier einen immer wieder kehrenden Perspektivwechsel, was anfänglich leicht verwirrt, aber mit dem Verlauf der Geschichte immer notwendiger wird. Gerade die Seite von Henry the 7. und seiner Mutter wird hier gut beleuchtet und wenn man die Vorgänger-Bände nicht kennt, hilft es doch zum besseren Verständnis. Ich muss sagen, ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit unserer selbst gewählten Reihenfolge, da ich endlich verstehen kann, warum die alte Hexe Margarethe Beaufort so ist wie sie ist. Auch wie sich die Königsfamilie entwickelt und wer zu wem gehört wird hier nur kurz angerissen und ich bin froh, dass ich schon einiges darüber erlesen durfte.


 

 

Der Königsfluch

 Ein Fluch über dem Hause Tudor ...!



Titel: Der Königsfluch
Autor: Philippa Gregory
Verlag: Rowolt Verlag
Übersetzung: Anja Schünemann
Erscheinungstag: 30.10.2015
Seitenzahl: 784 Seiten
Format: Taschenbuch
Rosenkriege-Tudor Reihe: Band 7
 

Inhalt:

Einst trug sie ihren Namen mit Stolz. Doch nun meidet Margaret Plantagenet aus dem Hause York jeden Hinweis auf ihre Herkunft – ihr Leben wäre sonst nicht sicher. Denn durch Verrat auf dem Schlachtfeld haben die Tudors die englische Krone an sich gerissen und fürchten alles, das an die rechtmäßige Thronfolge unter den Yorks erinnert.
Im Haus ihres Gemahls wird Margaret zur Vertrauten der spanischen Prinzessin Katharina von Aragón. Als diese Tudor-König Henry VIII. heiratet, wird Margaret von ihr zur ersten Hofdame ernannt. Ungeduldig wartet Henry auf einen Erben. Aber ein Sohn nach dem anderen stirbt. Sind all seine Nachkommen verflucht? Henrys Großmütigkeit schlägt in Misstrauen um. Auch Margaret muss plötzlich seinen Zorn fürchten. Der geliebte Herrscher wird zum Tyrann, ganz England leidet unter seiner Willkür …

Meinung:

Coming Soon!!! 

 


 

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