Rezension - J.S. Mancapello - Der Mann, dessen Namen man nicht nennt -

 

Rezension

- J.S. Mancapello -

Der Mann, dessen Namen man nicht nennt 

 

Der Mann, dessen Namen man nicht nennt, liebt es, Geschichten zu erzählen...

Band 1: Mhelanohm

Band 2: Lost in little Sinai

Band 3: Something Lingers 


 

Mhelanohm

 
 


 Titel: Mhelanohm
 Autor: J.S. Mancapello
 Verlag: Amazon Selfpublishing
Erscheinungstag: 15.03.2025
Seitenzahl: 129 Seiten
Format: Ebook
Reihe: Band 1 Geschichten vom Mann, dessen Namen man nicht kennt


Inhalt:


Dunkelheit umgibt ihn. Dunkelheit erfüllt ihn. Seit Urzeiten bewegt Mhelanohm sich durch die Atmosphäre. Wartend. Lauernd. Bis der Augenblick kommt, in dem sich alles zusammenfügt und er geboren wird.
Mhelanohm ist pure Energie. Reines Bewusstsein. Die Konzentration einer Essenz, die einzig und allein aus einem Verlangen besteht.
Mhelanohm will fressen …

Sommer 1982: Die großen Ferien haben begonnen und für den elfjährigen Ben gibt es nichts Schöneres als gemeinsam mit seinem Freund Paul das verwilderte Gelände der alten Schuhfabrik zu erkunden. Da stört es ihn nicht einmal, dass er manchmal seinen kleinen Bruder mitnehmen muss. Schließlich ist Micha eigentlich ganz in Ordnung – für einen Sechsjährigen. Doch dann entdeckt Ben eines Tages einen merkwürdigen Fleck am Finger seines kleinen Bruders und plötzlich beginnt Micha sich zu verändern.


Temporeich, spannend und kurzweilig – die Geschichten vom Mann, dessen Namen man nicht nennt, sind der perfekte Horror-Happen für zwischendurch. Alle Bücher sind in sich geschlossen und können unabhängig voneinander sowie in beliebiger Reihenfolge gelesen werden.

Meinung:

Der Autor hat mich über Instagram angeschrieben, ob ich seinen Horror-Happen noch kurzerhand verschlingen würde und da sage ich nicht Nein. Horror ist immer gut und bei 129 Seiten kann man da auch nicht viel falsch machen, oder seine Zeit verschwenden. Und beides ist in dem Falle nicht passiert. Ich bin in ein paar Stunden durch die Seiten gerutscht und konnte es auch schwer aus der Hand legen.
 
Wir starten mit einer Alltagssituation an der Bushaltestelle, wo wir den Mann, dessen Namen man nicht kennt, kennenlernen. Er erzählt gerne Geschichten und in dem Fall wird eine Mutter mit zwei Jungs zur Zuhörerin und schon starten wir in die Geschichte. Micha und Ben sind Geschwister und spielen in der alten Fabrik in der Gegend mit Bens Freund Paul. Dabei findet Micha einen Stein und berührt ihn aus reiner Neugierde. Gefundenes Fressen für den Mhelanohm, da er dadurch Michas Körper besetzen und bald auch kontrollieren kann.
 
Die Geschichte wird spannend und zügig erzählt. Kleine Wiederholungen zu Beginn werden schnell beiseitegelegt und der rasante Verlauf nimmt einen komplett ein. Micha und Ben werden gut dargestellt und ihre Denkweisen sind für mich schlüssig und kindgerecht, ebenso das Verhalten der Mutter und dem näheren Umkreis. Bens Freund Paul hat eine schwierige Familiengeschichte und da hätte man noch mehr in die Tiefe gehen können, aber da es sich hier um eine Kurzgeschichte und keinen Roman handelt, war es optimal zugeschnitten. Der Horror wird einem subtil aber eingänglich unterbreitet und ist gut portioniert in dem Buch aufgeteilt. Das Einzige, was ich zu meckern habe, ist das am Anfang gerne die Personen und die Umgebung besser visuell beschrieben werden könnten. Ich hatte doch meine Startschwierigkeiten die Jungs auseinander zu halten und auch die Wohnsituation hat mich ein paar Mal stutzen lassen. Auch die Zeit mit 1982 fand ich toll gewählt und habe ich mich auf ein paar Kindheitserinnerungen gefreut, aber tatsächlich hätte es zu jeder Zeit spielen könne, da nur die fehlenden Handys und die Casio-Uhr zur zeitlichen Einordnung genannt wurden. Wiederum fand ich die Sichtweise des Mhelanohms toll und wirklich gut geschrieben. Auch die wechselnden Perspektiven zwischen Micha und Ben waren gut gemacht und die 5 Jahre Altersunterschied wurden gut herausgearbeitet. Das offene Ende rundet alles optimal ab und ich bin froh diese Geschichte gelesen zu haben.
 
Schlussendlich hat es mich gefreut dieses kleine Ebook zu lesen und werde gespannt auf weitere Geschichte des Mannes, dessen Namen man nicht kennt, erwarten. Ich habe auch in die Leseprobe vom 2. Teil reingelesen und sind schon ein paar Kritikpunkte beseitigt wurden und es endet an einer sehr spannenden Stelle. Also bleibt gespannt auf die Reihenfortsetzungen... 😉






Lost in Little Sinai

 
Der Mann, dessen Namen man nicht nennt, liebt es, Geschichten zu erzählen. Dies ist eine weitere:
  
 



 Titel: Lost in Little Sinai
 Autor: J. S. Mancapello
 Verlag: Selfpublisher
Erscheinungstag: 13.07.2025
Seitenzahl: 138 Seiten
Format: Ebook
Band 2 der Reihe "Der Mann, dessen Namen man nicht nennt"
 

Inhalt:

1983, irgendwo im Südwesten der USA:

Als Lena und Tom nach einer Autopanne an einem wenig befahrenen Highway in der kleinen Ortschaft Little Sinai stranden, scheinen sie Glück im Unglück zu haben. Die Bewohner der abgeschiedenen Gemeinde sind hilfsbereit und heißen sie mit offenen Armen willkommen. Schnell erkennt Lena jedoch, dass die Menschen vor Ort eine besondere Beziehung zur Natur pflegen. Wie besonders diese ist, muss sie schon bald am eigenen Leib erfahren …

Temporeich, spannend und kurzweilig – die Geschichten vom Mann, dessen Namen man nicht nennt, sind der perfekte Horror-Happen für zwischendurch. Alle Bücher sind in sich geschlossen und können unabhängig voneinander sowie in beliebiger Reihenfolge gelesen werden. 
 

Meinung:

Nachdem ich kürzlich den guten ersten Teil dieser Reihe in kürzester Zeit verschlingen durfte, erreicht mich neulich die Nachricht, dass der zweite Band schon so weit ist. Im ersten Teil hatte ich einen kleinen Happen auf diesen Band schon lesen dürfen und deshalb war die Neugierde groß, was mit Tom und Lena alles passiert.
 
Wir starten mitten in der Wüste, wo Tom und Lena eine Autopanne mit ihrem geliehenen Camaro haben und keine andere Möglichkeit sehen als sich zu Fuß nach Hilfe umzusehen. Alsbald erreichen sie schon das kleine Dörfchen Little Sinai und sind erstaunt über die Freundlichkeit und Offenherzigkeit der Einwohner. Trotz staubiger Wüste ergrünt die kleine Stadt ganz fabelhaft und der Garten hinter der Kirche zieht Lena sofort in ihren Bann.
 
Ich bin super in die ersten Seiten gestartet und habe mit Freude festgestellt, dass die Autorin meine Kritikpunkte aus Band eins wunderbar umgesetzt und übertroffen hat. Lena und Tom sind charakterlich nicht nur sehr verschieden, sondern auch sehr gut dargestellt. Die Umgebung, die Gärten und auch die Stadt sind wunderbar umschrieben und vor meinem Auge lief gleich ein Film von diesen Bildern ab. Auch die Formulierungen und Beschreibungen der Geschehnisse sind wunderbar in Szene gesetzt und es hat mir viel Spaß gemacht in dieser Novelle zu lesen. Von der ersten Seite an schwingt schon eine gewisse Dunkelheit mit, obwohl alles sehr sonnig und bunt dargestellt ist und das fand ich klasse. Durch die Spannung angetrieben bin ich in kürzester Zeit durchgerauscht und begeistert von diesem Teil. Auch der Horror war perfekt portioniert, nicht übertrieben und fügte sich optimal ins Bild ein. Den einzigen Kritikpunkt, den ich anmerken muss, ist das mir die Geschichte zu kurz war. Ich hätte noch ewig darin lesen können.
 
Wie immer bei grandiosen Büchern fallen die Rezensionen kurz aus, weil es, wie auch hier, wenig zu meckern gibt. Kurze Geschichte und eben auch eine kurze Rezi. Genug Geschwärme für heute und nun holt euch dieses kurze Vergnügen und taucht ein in die Natur und die Herrlichkeit dieser Worte!
 
 
 
 
 
 

Something Lingers

 
Der Mann, dessen Namen man nicht nennt, liebt es, Geschichten zu erzählen. Dies ist eine weitere:
  
 


 Titel: Something Lingers
 Autor: J. S. Mancapello
 Verlag: Selfpublisher
Erscheinungstag: 01.02.2026
Seitenzahl: 143 Seiten
Format: Ebook
Band 3 der Reihe "Der Mann, dessen Namen man nicht nennt"
 

Inhalt:

Eigentlich soll das kleine Häuschen im Wald der lang ersehnte Neuanfang für Luzie und Hannah werden. Doch Luzie fühlt sich vom ersten Moment an unwohl. Das Haus ist ihr unheimlich, wirkt düster, fast bedrohlich – und warum sind sämtliche Fenster vergittert?
Sie versucht, ihre Ängste zu unterdrücken. Für Hannah. Für die gemeinsame Zukunft. Doch schon bald häufen sich merkwürdige Zwischenfälle. Und spätestens als Luzie ein seltsames Loch in der Wand entdeckt, beginnt sie zu zweifeln. Verliert sie den Verstand? Oder lauert hinter der dunklen Fassade ein noch dunkleres Geheimnis?
Atmosphärisch, psychologisch, unter die Haut gehend – die Geschichten vom Mann, dessen Namen man nicht nennt nehmen dich ein und setzen sich in deinem Kopf fest.
Alle Bücher sind in sich geschlossen und können unabhängig voneinander sowie in beliebiger Reihenfolge gelesen werden.
 

Meinung:

 Es freut mich schon einmal ungemein wieder eine Geschichte vom Mann, dessen Namen man nicht nennt zu lesen. Ich folge der Autorin auf Instagram und bin nicht nur dankbar darüber immer die neuesten News zu erfahren, sondern auch immer öfter kleine Horroranekdoten und Tipps für das Genre. Schaut es euch mal an, da steckt viel Herzblut drin.
 
Hannah und Luzie ziehen aus der großen Stadt in ein kleines Dörfchen am Rande des Waldes. Hannahs Tante hat ihr das Grundstück vererbt und es könnte für beide nicht gelegener kommen. Leider scheint sich die erste Idylle schnell in einen Alptraum zu entwickeln.
 
Trotz der wenigen Seiten wächst einem Hannah und Luzie doch schnell ans Herz und mit dem ersten Tatendrang das Haus zu renovieren, punkten sie bei mir sowieso. Der umschreibende Stil zieht einen im Nu in die Seiten und mit den kurzen Kapiteln kommt man sehr zügig voran. Dazu hat man eine ganz düstere und beklemmende Stimmung, die einen neben der Spannung durch die Seiten treibt. Das kleine vorlaute Dorfkind Heidi war dabei für mich fast mit die gruseligsten Komponente. Auch das Luzie überall ihre Finger reinstecken muss, fand ich sehr befremdlich und schaurig. Warum macht sie das? Weiß denn einer, was sich auf der anderen Seite verbirgt? Leider haben es bei mir zurzeit Haunted House Geschichten sehr schwer, weil es einfach in den letzten beiden Jahren überhandgenommen hat. Ich habe viel zu viele gelesen und finde den Horror in den eigenen vier Wänden leider nicht mehr sehr reizvoll. Auch hier wusste ich schon recht schnell in welche Richtung sich das Ganze entwickelt und war von dem Ende wenig überrascht. Schön fand ich zum Teil, dass nicht alles bis ins kleinste Detail aufgedröselt wurde, aber so ein paar Fragen hätte ich dann doch. Man hätte die Geschichte locker weiter spinnen können, aber das war in den Vorgängern ebenso.
 
Schlussendlich ein nettes, kleines Horrorschmankerl, was meiner Überdrüssigkeit leider etwas zum Opfer gefallen ist. Aber wer etwas für Zischendurch haben möchte und noch nichts so genervt von dem Thema ist, dem kann ich diese kleine Story nur ans Herz legen.

 
  



Kommentare